Neumorschen. Bei dem Feuer, das am Montagnachmittag in Neumorschen ausgebrochen und bei dem eine Werkhalle mit Dämmmaterial (Stroh) niedergebrannt ist, schließt die Polizei Brandstiftung aus.
Die Ursache steht jedoch noch nicht fest und könnte sich angesichts des Durcheinanders an Holzresten und verkohltem und nassem Stroh schwierig gestalten.
Möglich sei ein technischer Defekt an der im Haus verlegten Elektrik, sagte Polizeipressesprecher Reinhard Giesa. Auch über die Schadenshöhe ist derzeit noch nichts Genaues bekannt. Sie liege aber deutlich im sechstelligen Euro-Bereich. Mittwoch werde der Gutachter der Versicherung kommen.
Viel Arbeit war mit dem Brand auf die Feuerwehren zugekommen: Zunächst waren 50 Feuerwerhrmänner und -frauen im Einsatz, um dem immer wieder auflodernden Feuer Herr zu werden. Doch immer wieder züngelten aus den Glutnestern im Stroh neue Flammen empor, so dass die Nachlöscharbeiten bis Dienstag Nachmittag andauerten.
Kurz nach Mitternacht, dann gegen 3 Uhr, gegen 5 Uhr und noch einmal gegen 7.30 Uhr gingen Anrufe bei der Leitstelle in Homberg ein, die dann ihrerseits die sechs Leute der Nachtwache alarmierte.
Mitglieder der Wehren aus Altmorschen, Neumorschen und Konnefeld hatten sich dafür zur Rufbereitschaft im Feuerwehrhaus Neumorschen einquartiert, berichtete Neumorschens Wehrführer und Einsatzleiter Markus Kalb.
Zwar wurde mit einem Bagger noch am Montag gegen Abend alles gewendet, doch sei zum einen schwer an die Glutnester zu kommen, zum anderen dürfe aus Ermittlungsgründen nichts abgeräumt werden, sagte Kalb. (bmn)
Veröffentlicht am
08:27:39 09.03.2010