Wichter Wehr schwächelt

Brandschutz Morschen: Neuer Plan zeigt die Defizite, aber auch die Stärken auf

Morschen. Mit nur zwölf Einsatzkräften statt der im Brandschutzplan der Gemeinde Morschen geforderten 21 hinkt der Ortsteil Wichte hinterher. Es ist auch das einzige Dorf, in dem seit 2006 die Zahl der aktiven Feuerwehrleute - wenn auch nur um einen - gesunken ist.

Alle Mörscher Ortsteile zusammen ergeben aber eine durchaus schlagkräftige Feuerwehr, auch wenn statt der im Brandschutzplan der Gemeinde geforderten 164 Einsatzkräfte nur 154 zur Verfügung stehen. Mit diesem Stand sei er - Ausnahme Wichte - durchaus zufrieden, meinte Bürgermeister Herbert Wohlgemuth.

Es bedeute aber nicht, dass man in den Bemühungen um Personal und Gebäude nachlassen dürfe, auch wenn die Zahl der Aktiven in ganz Morschen seit 2006 mit 138 auf nunmehr 154 gestiegen ist.

Die Differenz zwischen 164 und 154 hat zwei entscheidende Gründe. Zum einen: Das Soll geht immer von einer doppelten Mannschaftsstärke aus, weil zu kaum einer Tageszeit alle Einsatzkräfte verfügbar sind. Deshalb wird eine hundertprozentige Reserve gefordert. Zum anderen: In einigen Dörfern - nicht nur in Wichte - engagieren sich nicht genügend Männer und Frauen in der Feuerwehr.

Sicherheit am Tag

Während der Hauptarbeitszeit am Tag ist in Altmorschen die Einsatzbereitschaft durchaus gewährleistet: Arbeitgeber sind tolerant genug, die Mitarbeiter spurten zu lassen, zum anderen sind einige im Gemeindebauhof beschäftigt. In den anderen Dörfern sind die jeweiligen Ortsteilwehren allein nicht schlagkräftig genug. So werden immer zwei oder drei Wehren gleichzeitig alarmiert.

16 Aktive mehr seit 2006 in allen Wehren zusammen, das heißt auch: Es machen viele Jüngere mit. "Die müssen erst noch ausgebildet werden", sagte Wohlgemuth. In den Dörfern sieht es damit noch recht mau aus, nur Altmorschen steht gut da.

Feuerwehrhäuser

Die Gerätehäuser in Binsförth, Eubach, Heina und Neumorschen sind laut Plan in einem guten Zustand. Die Altmörscher werden in absehbarer Zeit in die Salzmannhalle umziehen. In Wichte gelten die räumlichen Verhältnisse als beengt. In Konnefeld sieht es am schlechtesten aus: Fahrzeug, Geräte, Kleidung - alles befindet sich in einem Raum. Der Bürgermeister setzt aufs Dorferneuerungsprogramm, für das Konnefeld angemeldet ist. (bmn) Angemerkt




Veröffentlicht am
10:33:59 27.11.2009